Ausstellung „15. JULI 27 – Ursachen – Ereignis – Folgen“

Der Justizpalastbrand vom 15. Juli 1927 stellt zweifellos eine wichtige Wegmarke in der Geschichte der Ersten Republik dar, aus der eine latent bürgerkriegsartige Situation in Österreich resultierte. Er stellte  einen ersten Höhepunkt jener gesellschaftlichen Spaltung dar, die im Bürgerkrieg 1934 ihren Höhepunkt fand. 90 Jahre nach den so genannten Juliunruhen initiierte das Bundesministerium für Inneres eine Ausstellung, die sich kritisch mit den Ereignissen auseinandersetzt.

Im Zentrum steht eine didaktische Vermittlung der komplexen Krisensituation, an deren Ende 89 Tote und mehrere hundert Schwerverletzte standen. Die Ausstellung ist von 31. August 2017 bis 4. Februar 2018 im Innenministerium, Herrengasse 7, 1010 Wien, öffentlich zugänglich. Sie veranschaulicht auf einer Fläche von ca. 120 Quadratmetern mittels reichlich Objekten, Foto- und Filmmaterial die Ursachen, die Ereignisse des 15. und 16. Juli 1927 sowie die Folgen auf. Die Gesamtumsetzung der Ausstellung oblag dem BIK unter Leitung von Prof. Stefan Karner und unter Beteiligung von Dr. Bernhard Bachinger, Dr. Julia Köstenberger und Dr. Katharina Bergmann-Pfleger.