Doz. Mag. Dr. phil.

Barbara Stelzl-Marx

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barbara.stelzl-marx@bik.ac.at


Gegenwärtige Position
SEIT 1.3.2018Leiterin des Ludwig Boltzmann Instituts für Kriegsfolgenforschung
Wissenschaftlicher Werdegang
2002–28.2.2018Stellvertretende Leiterin des Ludwig Boltzmann Instituts für Kriegsfolgenforschung
30.6.2010Habilitation. Titel der Habilitationsschrift: „Die Innensicht der sowjetischen Besatzung in Österreich 1945–1955. Erfahrung, Wahrnehmung, Erinnerung“. Venia legendi für Zeitgeschichte
1993–2002Wissenschaftliche Mitarbeiterin/Postdoc-Forschungsassistentin des Ludwig Boltzmann Instituts für Kriegsfolgenforschung
14.7.1998Promotion. Titel der Dissertationsschrift: „Amerikanische und sowjetische Kriegsgefangene in deutscher Hand. Fakten und Fiktionen einer Extremsituation“
Forschungsschwerpunkte

Kinder des Krieges (Besatzungskinder)
Sowjetische Besatzung in Österreich 1945–1955
Kalter Krieg

Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter des Zweiten Weltkrieges
Lager Liebenau in der NS-Zeit
(Forschungs-)Projekte/Ausstellungen etc. (Auswahl)
Seit 2/2018 Wissenschaftliche Leiterin der Ausstellung „Das Lager Liebenau – ein Ort verdichteter Geschichte“ (gefördert von der Stadt Graz)
Seit 6/2017 Wissenschaftliche Leiterin des Forschungsprojektes „Historische Aufarbeitung der Geschichte des Bildungshauses Schloss St. Martin“ (gefördert vom Land Steiermark)
Seit 3/2017Wissenschaftliche Leiterin des Forschungsprojektes „Der Verrat. Stalins Propaganda für ehemalige sowjetische Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter“ (gefördert vom Zukunftsfonds der Republik Österreich)
Seit 2015 Wissenschaftliche Leiterin des von der EU geförderten Horizon 2020 Marie Sklodowska-Curie Actions Innovative Training Networks (H2020-MSCA-ITN) CHIBOW (Children Born of War – Past, Present, Future) mit 15 je dreijährigen PhD-Stellen.
12/2014–2/2016 Wissenschaftliche Leiterin (gemeinsam mit Prof. Günter Bischof) des Projektes „Die Rolle des Österreichischen Zukunftsfonds für Forschung und Gesellschaft: Entwicklung – Bedeutung – Diskurs“ (gefördert vom Zukunftsfonds der Republik Österreich).
Mitgliedschaften/Funktionen (Auswahl)
Seit 2017Wissenschaftlicher Beirat für „Contemporary Austrian Studies“
Seit 2016Mitglied der Historischen Landeskommission der Steiermark
2014–5/2018Wissenschaftlicher Beirat des Hauses der Geschichte im Museum Niederösterreich
Seit 2008Schriftführerin und Mitglied der Österreichisch-Russischen Historikerkommission (ÖRHK)
2000–2008European Science Foundation (ESF) „Occupation in Europe: The Impact of National Socialist and Fascist Rule 1938–1950“
Preise/Stipendien
14.12.2012Jubiläums-Preis des Böhlau-Verlages Wien für die Monografie „Stalins Soldaten in Österreich. Die Innensicht der sowjetischen Besatzung 1945–1955“
19.3.2012Josef Krainer-Würdigungspreis 2012 für den Bereich Zeitgeschichte, Auszeichnung der Habilitation
10/2005–9/2008APART-Stipendiatin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
9/1999–8/2000Erwin Schrödinger Auslandsstipendiatin des Österreichischen Wissenschaftsfonds FWF in Moskau
11/1996–4/1998Doktoranden-Stipendiatin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Vorträge/Präsentationen/Tagungsteilnahmen (Auswahl)
2.5.2018Keynote „Stalins Soldaten in Österreich. Die sowjetische Besatzung 1945–1955“ bei der ersten Veranstaltung der Reihe „Zwei Länder – ein Krieg“ des 2. Weltkriegs-Unterausschusses der Ungarischen Akademie der Wissenschaft, der Andrássy Universität und des Österreichischen Kulturforums Budapest. Andrássy Universität Budapest.
5.7.2018Vortrag „Das Lager Liebenau: Aspekte und Perspektiven im Umgang mit dem Erinnerungsort“ im Rahmen des Österreichischen Zeitgeschichtetages. Universität Wien.
4.4.2017Vortrag und Buchpräsentation „Besatzungskinder – die Nachkommen alliierter Soldaten in Österreich und Deutschland“. 24. Werkstattgespräch des Zukunftsfonds der Republik Österreich in Zusammenarbeit mit der Diplomatischen Akademie Diplomatische Akademie Wien.
7.6.2016Vortrag „Das sowjetische Wirtschaftsimperium in Österreich 1945–1955“, auf dem internationalen wissenschaftlichen Kolloquium „Die UdSSR und Österreich in den 1950er und 1960er Jahren“. Föderale Universität des Urals. Ekaterinburg.
13.3.2015Vortrag „Befreiung und Besatzung durch die Rote Armee: Die Innensicht“, bei der wissenschaftlichen Tagung „Österreich und die Sowjetunion 1945/1955. 70 Jahre Kriegsende, 70 Jahre Gründung der Zweiten Republik, 60 Jahre Staatsvertrag“, Österreichische Botschaft Moskau.
Sprachen
Deutsch, Englisch, Russisch

PUBLIKATIONSVerzeichnis (Auswahl)

Selbständige Publikationen

Günter Bischof – Barbara Stelzl-Marx – Alexandra Kofler, Zukunftsfonds der Republik Österreich. Entstehung, Entwicklung und Bedeutung. Wien – Köln – Weimar 2015.

Barbara Stelzl-Marx, Stalins Soldaten in Österreich. Die Innensicht der sowjetischen Besatzung 1945–1955. Wien – München 2012.* Open Access: http://www.boehlau-verlag.com/978-3-205-78700-6.html

Barbara Stelzl-Marx, Das Lager Graz-Liebenau in der NS-Zeit. Zwangsarbeiter – Todesmärsche – Nachkriegsjustiz. Graz 2012.

Pertti Ahonen – Gustavo Corni – Jerzy Kochanowski – Rainer Schulze – Tamás Stark – Barbara Stelzl-Marx, People on the Move. Forced Population Movements in Europe in the Second World War and Its Aftermath. Oxford – New York 2008.

Stefan Karner – Peter Ruggenthaler unter Mitarbeit von Harald Knoll – Peter Pirnath – Arno Wonisch und Wolfram Dornik – Jens Gassmann – Gerald Hafner – Herbert Killian – Reinhard Möstl – Nikita Petrov – Edith Petschnigg und Barbara Stelzl-Marx, Zwangsarbeit in der Land- und Forstwirtschaft auf dem Gebiet Österreichs 1939 bis 1945. Veröffentlichungen der Österreichischen Historikerkommission. Bd. 26/2. Wien – München 2004.

Herausgeberschaften / Herausgebertätigkeit

Barbara Stelzl-Marx – Peter Ruggenthaler et al. (Hg.), Stefan Karner, Krieg. Folgen. Forschung. Politische, wirtschaftliche und soziale Transformationen im 20. Jahrhundert. Wien – Köln – Weimar 2018.

Barbara Stelzl-Marx – Silke Satjukow (Hg.), Besatzungskinder. Die Nachkommen alliierter Soldaten in Österreich und Deutschland. Wien – Köln – Weimar 2015.

Günter Bischof – Stefan Karner – Barbara Stelzl-Marx (Hg.), The Vienna Summit and Its Importance in International History. The Harvard Cold War studies book series. Lanham, MD, 2014.

Stefan Karner – Barbara Stelzl-Marx – Natalja Tomilina – Alexander Tschubarjan  – Günter Bischof – Viktor Iščenko – Michail Prozumenščikov – Peter Ruggenthaler – Gerhard Wettig – Manfred Wilke (Hg.), Der Wiener Gipfel 1961. Kennedy – Chruschtschow.  Innsbruck – Wien – Bozen 2011.

Günter Bischof – Fritz Plasser – Babara Stelzl-Marx (Hg.), New Perspectives on Austrians and World War II. Contemporary Austrian Studies. Bd. 17. New Brunswick – London 2009.

Aufsätze

Barbara Stelzl-Marx – Peter Ruggenthaler, Einleitung, in: Barbara Stelzl-Marx – Peter Ruggenthaler et al. (Hg.), Stefan Karner, Krieg. Folgen. Forschung. Politische, wirtschaftliche und soziale Transformationen im 20. Jahrhundert. Wien – Köln – Weimar 2018, S. 9–13.

Barbara Stelzl-Marx, „B-Baracke“. Das Lagerbordell für NS-Zwangsarbeiter in Graz, in: Friedrich Bouvier – Wolfram Dornik – Otto Hochreiter – Nikolaus Reisinger – Karin Maria Schmidlechner (Hg.), Historisches Jahrbuch der Stadt Graz. GeschlechterGeschichten. Bd. 47.Graz 2017, S. 229–246.

Barbara Stelzl-Marx, „Ich bin stolz, ein Besatzungskind zu sein.“ Resilienzfaktoren von Nachkommen sowjetischer Soldaten in Österreich, in: Elke Kleinau & Ingvill C. Mochmann (Hg.), Kinder des Zweiten Weltkrieges – Stigmatisierung, Ausgrenzung und Bewältigungsstrategien. Frankfurt – New York 2016, S. 73–92.

Barbara Stelzl-Marx, Die „sowjetische“ Steiermark. Zentrale Aspekte der Besatzung durch die Rote Armee, in: Heimo Halbrainer – Victoria Kumar (Hg.), Kriegsende 1945 in der Steiermark. Terror, Kapitulation, Besatzung, Neubeginn. Graz 2015, S. 165–180.

Barbara Stelzl-Marx, Zwischen Rache und Ruhm. Vergewaltigungen der Roten Armee in Österreich, in: Johannes Gießauf – Andrea Penz – Peter Wiesflecker (Hg.), Tabu, Trauma und Triebbefriedigung. Aspekte erlittener und geschauter Gewalt. Graz 2014, S. 245–262.

Rezensionen

Barbara Stelzl-Marx, Einmal Neue Welt und Zurück. Rezension von Edgar Wolfrum „Welt im Zwiespalt“, in: die Presse/Spectrum,10.6.2017, S. V.

Barbara Stelzl-Marx, Rezension von „Erschossen in Moskau …“ Die deutschen Opfer des Stalinismus auf dem Moskauer Friedhof Donskoje 1950–1953. Herausgegeben von Arsenij Roginskij, Frank Drauschke und Anna Kaminsky, in: www.kommunismusgeschichte.de, 1.2.2017.

Barbara Stelzl-Marx, Die 600 Seiten von Stalingrad. Rezension von Heinrich Gerlachs Roman „Durchbruch bei Stalingrad“, in: die Presse/Spectrum, 1.10.2016, S. VI.

Barbara Stelzl-Marx, Review of Rolf Steininger, Austria, Germany and the Cold War: From the Anschluss to the State Treaty, 1938–1955 (New York: Berghahn Books, 2008), in: German politics and society. Bd. 27, Nr. 3. Oxford 2009, S. 117–122.

Internetpublikationen / Internetbeiträge

Barbara Stelzl-Marx, My father – the (former) enemy, in: Heide Glaesmer, Sabine Lee (Hg., Interdisciplinary perspectives on Children born of War – from World War II to current conflict settings. Conference reader, 2015, S. 62. Publiziert unter: http://medpsy.uniklinikum-leipzig.de/medpsych.site,postext,rueckblick,a_id,1412.html.

Barbara Stelzl-Marx, Tagungsbericht „Besatzungskinder in Oesterreich und Deutschland“, in: . 9.4.2013.

Barbara Stelzl-Marx, „Ewiger Ruhm den Helden der Roten Armee“. Grabanlagen sowjetischer Kriegstoter in Österreich“, in: http://www.dokst.de/main/content/Publikationen/Tagung%202010/tagungsband-%E2%80%9Egefallen-%E2%80%93-gefangen-%E2%80%93-begraben-zahlen-und-fakten-zu-s. 21.7.2011.

Barbara Stelzl-Marx, Auf beiden Seiten des Stacheldrahts. Wegen Kriegsverbrechen verurteilte Österreicher in der Sowjetunion, in: http://www.vologdaoblast.ru/Periodic.asp?Page=Object&ID=1127&SUPPLIER=123. 11.1.2006.

Barbara Stelzl-Marx, Stalin’s Long Arm: Soviet Forced Labourers in the „Third Reich“ and their Fate after 1945, in: International Institute of Social History, Amsterdam. 18.2.2008.

Sonstige Publikationen

Barbara Stelzl-Marx, „Land der Erbsen“. Die Bewohner Wiens stehen am Ende des Krieges nicht nur vor den Trümmern ihrer Stadt, sondern auch ihrer Existenz. Ein Leben zwischen Hunger und Neubeginn, in: Kleine Zeitung Spezial. Jubel in Rot-Weiß-Rot. Zehn Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war Österreich „frei“: Die neue Republik in einem geteilten Europa. 17.5.2015, S. 2f.

Barbara Stelzl-Marx, Die unsichtbare Generation. Das unbarmherzige Los der Besatzungskinder – die „Kinder des Feindes“ waren von Kindesbeinen an Diskriminierung und Stigmatisierung ausgesetzt, in: Kleine Zeitung Spezial. Jubel in Rot-Weiß-Rot. Zehn Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war Österreich „frei“: Die neue Republik in einem geteilten Europa. 17.5.2015, S. 42f.

Barbara Stelzl-Marx, Die unsichtbare Generation. Mutter Österreicherin, Vater Angehöriger der Besatzungstruppen: Das Schicksal der damals sogenannten „Soldatenkinder“ wird zurzeit von der Geschichtswissenschaft erforscht, in: Wiener Zeitung, Extra, 15./16.9.2012, S. 37.

Ingvill C. Mochmann – Philipp Kuwert – Sabine Lee – Barbara Stelzl-Marx, Leserbrief zu „Die Kinder des Krieges“ von Andreas Ross, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.5.2012, S. 34.

Barbara Stelzl-Marx, Stalins Truppen in Österreich. Neue Dokumente aus Moskau ermöglichen genaue Einblicke in das Alltagsleben der russischen Besatzungssoldaten während der unmittelbaren Nachkriegszeit, in: Wiener Zeitung, Extra, 5./6.5.2012, S. 1–2.