Am 6. Mai 2019 fand an der Universität Graz die Präsentation des Buches „„Resettling the Borderlands“: State Relocations and Ethnic Conflict in the South Caucasus“ statt.

Zum Buch:

Farid Shafiyev zeichnet in „Resettling the Borderlands“ jenen Wandel in der Bevölkerungsstruktur nach, der im Südkaukasus durch die russische Eroberung in Gang gesetzt wurde. Der geographische Fokus liegt dabei auf den Gebieten, die aktuell die Republiken Armenien und Aserbaischan ausmachen. Russland findet hier in den 1820er-Jahren eine vorwiegend muslimische Bevölkerung vor, die als potentiell illoyal und zudem rückständig eingestuft wird. Um die neue Peripherie gegen das osmanische Reich und Persien abzusichern, setzt St. Petersburg auf ein langfristig angelegtes demographisches Re-Design, das zuweilen die Form eines partiellen Bevölkerungsaustauschs annimmt. Die Sowjetunion führt diese Politik, wenn auch unter geänderten ideologischen Vorzeichen, fort. Der Effekt der vielfältigen Maßnahmen ist die Reduktion des muslimischen, vorwiegend aserbaidschanischen Bevölkerungsanteils zugunsten der slawischen und armenischen Bevölkerungsteile.

Im folgenden finden Sie einige Eindrücke von der Präsentation.