Die Sammelaktion zum „Haus der Geschichte Niederösterreich“

Im Frühjahr 2017 wird in St. Pölten in Niederösterreich das „Haus der Geschichte im Museum Niederösterreich“ eröffnet werden. Es wird die Geschichte des Bundeslandes Niederösterreich zum Inhalt haben, im gesamtösterreichischen und zentraleuropäischen Kontext. Auch wenn die Darstellung in der Ur- und Frühgeschichte ansetzen und bis in die Gegenwart herauf reichen wird, wird der Hauptschwerpunkt auf der Geschichte des Bundeslandes ab Mitte des 19. Jahrhunderts liegen.

Ab Februar 2016 führt die Außenstelle Raabs/Thaya des Ludwig Boltzmann-Instituts für Kriegsfolgen-Forschung m Auftrag der Abteilung für Kunst- und Kultur des Landes Niederösterreich eine Sammelaktion durch, im Rahmen derer alle Österreicheriinnen und Österreicher dazu aufgerufen sind, persönliche Erinnerungsstücke für das Museum und seine Ausstellung beizutragen.

Wochentags können sich Interessierte unter der Sammel-Hotline (0800/22 84 20 17) gratis informieren und an jedem „Sammel-Samstag“ Objekte im Landesmuseum Niederösterreich begutachten lassen (bis 30. April).

Mit Klick auf das Bild finden Sie nähere Informationen zur bis zum 31. Mai 2016 laufenden Sammelaktion:

 

 

 

 

Da die Ausstellung einen ihrer Schwerpunkte in der Geschichte der Ersten Republik Österreichs (1918–1938) haben wird, werden insbesondere Erinnerungsstücke zu den Ereignissen dieser Zeit gesucht:

 

    • Zum Kriegsende 1. Weltkrieg (heimkehrende Soldaten, notleidende Zivilbevölkerung)
    • Arbeitslosigkeit, Hyperinflation, Einführung der Schilling-Währung
    • „Parteiarmeen“ (Heimwehren, Republikanischer Schutzbund)
    • Minderheiten und der Umgang mit diesen
    • Politische Gewalt (von der Wirtshausschlägerei bis zu den Februarkämpfen und NS-Putschversuch 1934)
  • Aufstieg des Nationalsozialismus in Österreich bis zum „Anschluss“ 1938 und darüber hinaus