Konferenz „Europäische Erinnerung“

Von 11. bis 13. Mai 2015 fand an der Diplomatischen Akademie in Wien das 4. Symposium des Europäischen Netzwerkes „Erinnerung und Solidarität“ statt. Begleitend zum Symposium gibt es die Möglichkeit, an Vorträgen, Podiumsdiskussionenoder Workshops teilzunehmen.

Weitere Informationen können dem Programm (PDF) entnommen werden.

Nähere Informationen können zudem dem Informationsblatt (PDF) entnommen werden.

Die Teilnehmeranmeldung zum 4. Symposium „Europäische Erinnerung” hat begonnen. Das Symposium versammelt jedes Jahr mehrere Hundert Vertreter von Institutionen und Organisationen, die sich mit der Geschichte des 20. Jahrhunderts auseinandersetzen. Die diesjährige Tagung, die der Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg gewidmet ist, findet in der Zeit vom 11.-13. Mai im Sitz der Diplomatischen Akademie Wien statt. Die Veranstaltung wird auf Initiative des Europäischen Netzwerkes Erinnerung und Solidarität organisiert.
Die Idee des Symposiums entstand aus der Überzeugung, dass es ein Bedürfnis nach gemeinsamer und mehrdimensionaler Reflexion zur Geschichte des vergangenen Jahrhunderts gibt, die die verschiedenen Narrative, Sensilibilitäten, historischen Erfahrungen und deren Interpretationen berücksichtigen würde. 70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges kehren Fragen zurück: wen können wir aus der Perspektive von Jalta für Sieger halten, und wen für Besiegte? Auf welche Weise sollte man an die Täter erinnern, die selbst zu Opfern wurden, und wie soll man von Opfern sprechen, die in einem anderen Kontext Täter waren? Wie sollten Zuschauer der Ereignisse beurteilt werden, die nicht ohne Schuld sind?
Zur Diskussion über diese Themen möchten wir gern sowohl Historiker, als auch Vertreter von Museen oder Gedenkinstitutionen, Bildungsstätten und wissenschaftlichen Einrichtungen, Stiftungen und Vereinen einladen, die sich mit der Geschichte des 20. Jahrhunderts auseinandersetzen. Während des dreitägigen Symposiums werden sie Gelegenheit haben, an Vorträgen, Podiumsdiskussionen und Workshops teilzunehmen, die u.a. vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, dem Ludwig Bolzmann Institut für Kriegsfolgen-Forschung oder der UNESCO organisiert werden. Weitere Teile der Tagung sind folgenden Fragen gewidmet: der Erinnerung an den Holocaust in einer Diktatur und einer Demokratie, der Erinnerung an Verbrechen totalitärer Regime oder verschiedenen Antlitzen und Interpretationen des Krieges in der Kunst.
Unter den diesjährigen Teilnehmern der Podiumsdiskussionen erleben Sie u.a. Martin Pollack (österreichischer Schriftsteller und Journalist, Übersetzer polnischer Literatur), Anda Rottenberg (polnische Kunsthistorikerin, Kuratorin und Publizistin) und Richard Overy (Professor für Geschichte an der Universität Exeter, dessen Spezialgebiet der Zweite Weltkrieg ist). Die Schirmherrschaft über das Symposium hat der Österreichische Bundespräsident Heinz Fischer übernommen, der auch seine Teilnahme an der Veranstaltung zugesagt hat.