Leben in und nach der Zwangsarbeit

Nach Abschluss des ersten Forschungsprojektes zu den Akten des „Österreichischen Versöhnungsfonds“ Mitte 2013 verfolgt dieses, vom Zukunftsfonds der Republik Österreich unterstützte Folgeprojekt „Leben in und nach der Zwangsarbeit“ seit Juli 2013 die Forschungen zu ausländischen Zwangsarbeitern in Österreich während des Zweiten Weltkrieges weiter. Es setzt die Auswertung des Aktenbestandes des ÖVF nach denselben Zielsetzungen fort, die auch das erste Projekt verfolgte: Anhand der im ÖVF dokumentierten Schicksale Einblick zu geben in die Biografien in Österreich eingesetzter ziviler Zwangsarbeiter, sowohl ihren Arbeitseinsatz während des Zweiten Weltkrieges betreffend als auch über ihr Schicksal über das Kriegende 1945 hinaus.

Die Forschungen des Projektes werden sich in erster Linie auf die aus Polen stammenden zivilen Zwangsarbeiter konzentrieren. Aus diesem Grund fließen auch die Materialien zu den Anträgen, die von ehemals auf dem Gebiet des heutigen Österreich eingesetzten, polnischen Zwangsarbeitern zwischen 2001 und 2005 an die „Stiftung Polnisch-Deutsche Aussöhnung“ („Fundacja Polsko-Niemieckie Pojednanie“, FPNP) in Warschau gestellt wurden, als wichtige Quellengrundlage in das Projekt mit ein.