Sonderband 15

Stefan Karner – Mark Kramer – Peter Ruggenthaler – Manfred Wilke u. a. (Hg.)

Der Kreml und die Wende 1989. Interne Analysen der sowjetischen Führung zum Fall der kommunistischen Regime

Innsbruck – Wien – Bozen 2014

ISBN 978-3-7065-5413-8

708 S., € 39,90

Zu beziehen über den StudienVerlag!

 

Die Öffnung des „Eisernen Vorhangs“ durch Ungarn – der erste nicht-kommunistische Regierungschef in Polen – der Fall der Berliner Mauer – das Ende des „Kalten Krieges“ – der Umsturz in Bulgarien – die „Samtene Revolution“ in der Tschechoslowakei – die Hinrichtung des rumänischen Diktators Nicolae Ceauşescu. Dies alles binnen weniger Monate. Das Jahr 1989 veränderte das Gesicht Europas.

Die Interna der Sicht Moskaus auf diese Ereignisse waren bislang noch nicht freigegeben. Was spielte sich hinter den dicken Mauern des Kremls ab und wie formierte sich im Politbüro jene Konstellation, die schließlich den politischen Umbruch in den Satellitenstaaten zuließ?

Das Buch breitet dazu die Unterlagen aus: die Reaktionen im Kreml, nachzulesen in Geheimdokumenten des ZK der Partei, in Protokollen, Botschaftsberichten von den Brennpunkten des Geschehens und privaten Aufzeichnungen enger Gorbatschow-Mitarbeiter. Sie alle führen zurück in das Jahr 1989, als sich die mittelost – europäischen Staaten aus dem sowjetischen Herrschaftsbereich zu lösen begannen – und der Kreml sie entließ, weil sich seine Politik „gewendet“ hatte.

 

Rezensionen:

„Zur Politik der Kremlführung […] lagen bisher fast ausschließlich Materialien aus der Gorbačev-Stiftung vor […]. Die[se] Lücke […] wird geschlossen von d[i]e[se]m […] Band. […] Die – gut ausgewählte – Dokumentensammlung [zeichnet] ein umfassendes Bild.“

Jahrbücher für Geschichte Osteuropas 64 (2016), H. 2

Die vollständige Rezension ist online abrufbar über die Website recensio.net.

 

Rezension von Ilko-Sascha Kowalczuk auf H-Soz-u-Kult

Entgegnung des Mit-Herausgebers Mark Kramer auf die Rezension von Ilko-Sascha Kowalczuk (PDF)