Sowjetische Besatzung Österreichs, Ungarns und Rumäniens 1944/45 – 1949 in Dokumenten

Ziel des österreichisch-ungarisch-rumänischen Forschungsprojektes ist die Herausgabe eines englischsprachigen Dokumentenbandes mit einleitender Analyse und vergleichender Darstellung des sowjetischen Vorgehens in Österreich, Ungarn und Rumänien nach 1944/45. Der Band umfasst das Kriegsende 1945 sowie die ersten Jahre des Frühen Kalten Krieges – bis zur entscheidenden Phase der Konsolidierung des Ostblocks (Machtübernahme der Kommunisten in Ungarn und Rumänien 1948 und die Ausrufung von „Volksrepubliken).

Dem Dokumentenband lag die unten erwähnte Tagung 2010 in Budapest zugrunde, auf der die Methoden der sowjetischen Politik in Ungarn und Österreich zu verschiedenen Themenfeldern wie Politik, Wirtschaft, Kriegsgefangenschaft, Spionage und Rote Armee verglichen wurden. Da auch in der „westlichen“ Historiographie nach wie vor Mythen („Der Aufbau und die Konsolidierung des Ostblocks waren eine Antwort auf den Marshall-Plan der USA“), die ihre Wurzeln in der sowjetischen Propaganda finden, verbreitet werden, stellen sich die Herausgeber des Dokumentenbandes zum Ziel, Schlüsseldokumente zu den entscheidenden Phasen der sowjetischen Besatzung und Politik zu publizieren, die bisher allgemein verbreitete Erklärungsmuster revidieren.
Das Projekt wurde 2012 abgeschlossen. Die Quellenedition erschien 2015 bei CEU Press Budapest – New York.