„Direkte Kommunikation“ ist wichtig – Barbara Stelzl-Marx im ZENTRUM

Vor dem Hintergrund des laufenden Kriegs in der Ukraine und des vieldiskutierten Besuchs von Bundeskanzler Nehammer in Moskau lud der ORF bei IM ZENTRUM. Zeitenwende – Wie verändert der Krieg die Welt? BIK-Leiterin und Russland-Kennerin Univ. Prof. Barbara Stelzl-Marx ein, ihre fachlichen persönlichen Einschätzungen mit dem Fernsehpublikum zu teilen. Die unter anderem diskutierte Frage „Muss sich Österreich längerfristig zwischen Neutralität und NATO entscheiden?“ wurde von der Zeithistorikerin mit einem Verweis auf die Vermittlungstätigkeit Österreichs thematisiert: Die etwa 1961 im Rahmen des in Wien abgehaltenen Gipfeltreffens von US-Präsident Kennedy und UdSSR-Regierungschef Chruschtschow hergestellte „direkte Kommunikation“ zwischen zwei geostrategischen Konfliktparteien sei durchaus ein Beispiel für einen produktiven Umgang Österreichs mit der Neutralität. Diese „militärische, nicht aber politische oder ideologische Neutralität“, so Stelzl-Marx, gehe zu weiten Teilen übrigens auf eine Gesprächsmission in Moskau zurück: der – von den Westalliierten mitunter skeptisch beäugten – Reise der österreichischen Regierungsdelegation 1955 nach Moskau, die letztlich die Unterzeichnung des österreichischen Staatsvertrages mit den Alliierten ermöglichte.

Link:
ORF TV-Thek – IM ZENTRUM