Konferenz „Ungewisse Wege“

Von 4. bis 6. Juli 2016 fand in Amstetten das 36. Symposium des Niederösterreichischen Instituts für Landeskunde zum Thema „Ungewisse Wege. Flucht, Vertreibung, Genozid zur Zeit des Ersten Weltkrieges“ statt. Das BIK war zusammen mit dem Zentrum für Migrationsforschung an der wissenschaftlichen Konzeption des Symposiums beteiligt.

 

Zur Konferenz:

An den östlichen und südöstlichen Frontlinien des Ersten Weltkrieges, von Galizien bis zum Balkan, in der Türkei, in Armenien und in Syrien, wurden in einem bis dahin noch nicht gekannten Ausmaß Menschen vertrieben, deportiert und ermordet. Auch Niederösterreich, als Hinterland weitab der Fronten, wurde von den Wellen dieser Massenbewegungen erfasst: In den Lagern des Landes hielten sich bis zu 250.000 Menschen auf, die hier als Gefangene, Deportierte oder Flüchtlinge unfreiwillig festgehalten wurden.

18 Vortragende aus dem In- und Ausland beleuchten diese Phänomene, deren Auswirkungen bis in die Gegenwart reichen. Weiters greift ein für alle TeilnehmerInnen offener Workshop Themen zu Krieg, Flucht und Vertreibung auf und erarbeitet Anregungen für die Vermittlung in Schulprojekten, in Ausstellungen, Heimatbüchern und in der Öffentlichkeitsarbeit.

Ein Abendempfang und eine Exkursion zum ehemaligen Kriegsgefangenenlager Purgstall an der Erlauf runden das Programm ab. Tagungssprachen sind Deutsch und Englisch; die Vorträge werden simultan übersetzt.

 

Wissenschaftliches Konzept:

Mag. Elisabeth Loinig, Leiterin des NÖ Instituts für Landeskunde/St. Pölten,
Mag. Christoph H. Benedikter, Ludwig Boltzmann-Institut für Kriegsfolgen-Forschung/Graz-Wien-Raabs
Unter Mitarbeit von Dr. Rita Garstenauer, Geschäftsführerin des Zentrums für Migrationsforschung/St. Pölten.