Ö1 Radiokolleg über „Kinder und Krieg“

Am Dienstag, dem 31. August 2021 sendet Ö1 in seiner Radioserie „Radiokolleg“ um 9:05 Uhr einen Beitrag zum Thema „Kinder und Krieg. Wenn Geschehenes ein Leben lang begleitet„. Barbara Stelzl-Marz und Lukas Schretter berichten in der Sendung über ihren Forschungen zu diesem Thema.

Einen kurzen Einblick in das Thema gibt es auch am Tag zuvor, dem 30. August 2021, im Ö1-Programm.

Zur Sendung:

Die einen schrecken auf, wenn sie ein Flugzeug hören, die anderen wollen nicht mehr schlafen, weil sie Angst vor den Alpträumen haben und sind in der Folge ständig übermüdet – die Folgen von Krieg sind vielfältig, aber fest steht: Wer einen Krieg erlebt hat, nimmt ihn sein Leben lang mit. Kinder im Krieg, aber auch Kinder, die vor ihm flüchten, sind extremen Belastungen ausgesetzt.
Die Sicht von Kindern auf den Krieg wurde lange wenig beachtet. Seit einigen Jahren gibt es vermehrt Forschungen dazu. So zum Beispiel in Form von Oral History, wo Kinder und inzwischen Erwachsene über das Erlebte berichten.

Das Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung zeigt in der Untersuchung „Kinder des Krieges“, Faktoren auf, wie Krieg Kinder im und nach dem Zweiten Weltkrieg beeinflusst hat. Die WissenschaftlerInnen Barbara Stelzl-Marx und Lukas Schretter sprachen mit Nachkommen alliierter Soldaten und österreichischer Frauen oder Kindern, die in der nationalsozialistischen „Lebensborn“-Entbindungsanstalt im Bezirk Wr. Neustadt auf die Welt kamen. Ein Verein der SS, der zum Ziel hatte, die Geburten „arischer“ Kinder zu fördern.