Rahmenprogramm zur Oper „Die Passagierin“

Seit 18. September 2020 wurde in der Grazer Oper das Stück „Die Passagierin“ von Mieczysław Weinberg gezeigt. Parallel zu den Aufführungen fand auch ein umfangreiches künsterlisches sowie zeitgeschichtliches Rahmenprogramm statt. Barbara Stelzl-Marx nahm etwa am 1. November 2020 an einer Gesprächsrunde im Anschluss an die Vorführung dieses Tages teil.

Nähere Informationen können auch den Informationen der Grazer Oper entnommen werden.

Zur Veranstaltung:

Austausch oder Mahnmal? Wie können und wollen wir uns erinnern? Welche Einflüsse hat die Geschichte auf unser heutiges Tun? Es diskutieren: Univ.-Prof. Mag. Dr. Barbara Stelzl-Marx (Leiterin des Ludwig Boltzmann Instituts für Kriegsfolgenforschung und Professorin für Zeitgeschichte an der Universität Graz) und Mitwirkende der Oper „Die Passagierin“. Durch das Gespräch führt Marlene Hahn, Dramaturgin an der Oper Graz.

Eintritt frei!

Zur Oper „Die Passagierin“:

Oper in zwei Akten, acht Bildern und einem Epilog von Mieczysław Weinberg, Libretto von Alexander Medwedew, nach dem gleichnamigen Roman von Zofia Posmys.

Basierend auf der autobiographischen Novelle von Zofia Posmysz erzählt diese Oper von Lisa und ihrem Mann Walter, die sich in den 1960er-Jahren auf einer Schiffsreise befinden. Plötzlich meint Lisa, ihre einstige KZ-Insassin Marta unter den Passagieren zu erkennen. Konfrontiert mit der eigenen Vergangenheit, muss sich Lisa mit ihren Schuldgefühlen auseinandersetzen: Immer mehr vergessene Melodien, Gesichter, Berührungen und Narben drängen an die Oberfläche ihres Denkens, bis es schließlich kein Zurück mehr geben kann und wir mit ihr wieder nach Auschwitz reisen, ins Jahr 1944.