Sonderband 8

Stefan Karner – Othmar Pickl (Hg.)

Die Rote Armee in der Steiermark. Sowjetische Besatzung 1945

Graz 2008

ISBN 978-3-7011-0110-8

464 S., € 29,90

 

Die sowjetische Besatzung der Steiermark war zwar kurz, hinterließ jedoch deutliche Spuren und prägte sich stark in das kollektive Gedächtnis der Bevölkerung ein.

Erstmals geben ausgewählte sowjetische und bulgarische Dokumente einen direkten Einblick in diese kritische Phase der steirischen Geschichte: die letzten Kämpfe, die letzten Kriegstoten, das Ende der NS-Herrschaft, der alliierte Wettlauf um Gebietsgewinne, das mehrfach geteile Land, der Beginn des Wiederaufbaus, das Verhältnis zwischen Besatzern und der Bevölkerung, die steirische Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, Verhaftungen und Verschleppungen durch NKVD-Organe, Demontagen, Requirierungen, Übergriffe auf Frauen, erste Hilfsmaßnahmen.

Die Publikation wurde gemeinsam mit der Historischen Landeskommission der Steiermark erstellt. Mit Beiträgen von: Stefan Karner, Barbara Stelzl-Marx, Peter Ruggenthaler, Peter Sixl u. a.

Pressestimmen:

„Die hier publizierten – und einwandfrei übersetzten! – Archivalien dokumentieren […] Ansätze einer sowjetischen Besatzung, die durch den Truppenabzug abrupt abgebrochen wurden. Die dichte Beschreibung sowjetischer Aktivitäten in einem kurzen Zeitraum erhellt wesentliche sowjetische Grunddispositionen und Besatzungspraktiken, die im übrigen Okkupationsbereich ihre langfristige Wirkung entfalten konnten.“
Andreas Hilger (in sehepunkte 2009/2)

„This is a carefully edited volume with an excellent scholary introduction that adds considerably to our knowledge of Red Army operations at the end of World War II in Central Europe. […] This is a documentary volume that every respectable research library will have to include among its holdings.“
Günter Bischof (in JCWS 2010/1)

„Bemerkenswert ist, dass russische und bulgarische Historiker und Archivare an diesem Band beteiligt waren. Gemeinsame Publikationen dienen der wechselseitigen Vertauensbildung. Umso mehr ist zu wünschen, dass sich aus solchen Dokumentationen die Möglichkeit für weiterführende Archivstudien ergibt.“
Hans Jochen Pretsch (in FAZ, 20. August 2008)