Sonderband 9.1

Stefan Karner – Natalja Tomilina – Alexander Tschubarjan – Günter Bischof – Viktor Iscenko – Michail Prozumenscikov – Peter Ruggenthaler – Oldrich Tuma – Manfred Wilke (Hg.)
Prager Frühling. Das internationale Krisenjahr 1968. Beiträge
Köln – Weimar – Wien 2008
ISBN 978-3-901661-23-5
1296 S., € 49,90

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In der Nacht vom 20. auf den 21. August 1968 marschierten Truppen von Warschauer-Pakt-Staaten in die Tschechoslowakei ein. Sie beendeten damit gewaltsam die Reformbewegung  der  tschechoslowakischen  KP-Führung unter Alexander Dubček. Der „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“ wurde brutal unterdrückt. Der Widerstand erfasste das ganze Land. Die Militäraktion spaltete die kommunistische Welt, Proteste gab es selbst auf dem Roten Platz in Moskau. Die Beiträge international führender Historiker analysieren das Krisenjahr 1968. Was geschah hinter den Kulissen? Warum griffen die USA in Europa nicht ein? Gab es eine geheime Absprache mit dem Kreml?

Mit 70 Beiträgen, u. a. von: Gerd  Bacher, Csaba Békés, Günter Bischof, Saki  Dockrill, Aleksej Filitov, Andreas Hilger, Thomas Großbölting, Jamil Hasanli, Jiř Hoppe, Fritjof Meyer, Horst Möller, Jan Pauer, Vilém Prečan, Georges-Henri Soutou, Nikita Petrov, Tibor Pichler, Hugo Portisch, Donald Steury, Thomas Wegener Friis, Udo Wengst, Rüdiger Wenzke, Manfred Wilke, Victor Zaslavsky, Helmut Zilk, Vladislav Zubok.

Die Forschungen wurden im Rahmen eines internationalen Forschungsprojektes, gefördert vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung, am Ludwig Boltzmann-Institut für Kriegsfolgen-Forschung durchgeführt.

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Rezensionen

„Beide Bände genügen hohen wissenschaftlichen Anforderungen und erschließen in großem Umfang historisches Neuland. Wer künftig in der Diskussion über den ,Prager Frühling ́ mitreden will, wird von ihnen auszugehen haben.“
(Gerhard Wettig in MGZ)

„Ein grundlegendes und für jeden interessierten Forscher unersetzbares Werk.“
(Bernard Wiaderny in Zeitschrift für Ostmitteleuropa-Forschung)

„Ein solches Mammutwerk verdient Respekt und Anerkennung. […] es gehört fortan zu den unverzichtbaren Werken.“
(Ilko-Sascha Kowalczuk auf HSozKult)

„Entstanden ist ein sehr differenziertes Bild über die innere Entwicklung in der Tschechoslowakei, ihre Wahrnehmung in Ost und West, den Ablauf der Ereignisse und deren politische Folgen.“
(Bruno Thoss in FAZ, 28.11.2008)

„Kleinere Fehler […] schmälern nicht die großen Verdienste des gewaltigen Unternehmens.“
(Jan Foitzik in sehepunkte 8/2008)

„Die rechtzeitige Fertigstellung dieses umfangreichen Werks zum vierzigjährigen Gedenken ist als organisatorische Meisterleistung anzuerkennen.“
(Detles Brandes in HZ 289/2009)

„Zweifellos das Prädikat Sachbuch des Jahres 2008 verdient.“
(Klaus-Dieter Mulley in Wirtschaft und Gesellschaft 2/2009)

„Diese Publikation ist äußerst beeindruckend, mit Gewinn zu lesen und überdies recht wohlfeil. […] Diese Organisationsarbeit so punktgenau zum Abschluss zu bringen, das ist wahrlich nicht selbstverständlich.“
(Michael Pammer in HISTORICUM 2007/08, S. 54)

„Beide Bände werden Standardwerke sein.“
(H.-Geord Lützenkirchen auf literaturkritik.de)

„Aufgrund der jetzt veröffentlichten Beschlüsse des Politbüros des ZK der KPdSU konnte die sowjetische Position zum Prager Frühling so genau wie nie zuvor dargestellt werden.“
(Elfie Siegl in Osteuropa 7/2008)

„Zwei grandiose Bände […]. Sensationelle Dokumente.“
(Aschot Manutscharjan in APuZ 33/34/2008)