Vorankündigung: Sonderband 20: „Anschluss 1938“

Dieser Sammelband zeichnet erstmals umfassend die komplexe internationale Lage 1938 im Zusammenhang mit dem „Anschluß“ Österreichs nach, berücksichtigt die Reaktionen seiner Nachbarstaaten und die unmittelbaren Auswirkungen des „Anschlusses“ auf die österreichischen Juden.

Mexiko war das einzige Land der Welt, das 1938 beim Völkerbund schriftlichen Protest gegen den „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich einbrachte. Doch der Völkerbund blieb untätig. Die britische und die französische Regierung protestierten nur halbherzig – in London und Paris hatte man wohl akzeptiert, dass der „Anschluss“ als ein Akt der Vollziehung des Selbstbestimmungsrechtes der Völker gesehen werden konnte. Die neutralen USA verfolgten noch eine isolationistische Politik, erkannten den „Anschluss“ zwar de jure nicht an, de facto jedoch sehr wohl. Nach außen hin sichtbar trat die Sowjetunion gegen den „Anschluß“ auf. Ein Blick hinter die Kulissen offenbart jedoch, dass es beim sowjetischen Protest nur bedingt um das Schicksal Österreich ging.

Entscheidend waren die neuen geopolitischen Realitäten in Mitteleuropa und die politische und militärische Stärke des Deutschen Reiches. Andererseits hatte auch Österreich mit seinem Verzicht des Rechtes auf Selbstverteidigung den Großmächten wohl auch eine völkerrechtliche Handhabe zum Einschreiten genommen.

Nhere Informationen zum Buch können auch der Website des Leykam-Verlages entnommen werden.